Was kann Schule zur gelungenen Integration beitragen? 30 junge Leute im Dialog mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann

Wie können Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen gut zusammen leben? Wo und unter welchen Bedingungen gelingt Integration? Was kann Schule dazu beitragen? Zu diesen Fragen haben sich jetzt 30 Kinder und Jugendliche mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann bei der Perspektivwerkstatt „Integration“ ausgetauscht. Das Motto der Veranstaltung lautete „So wachsen wir zusammen – unser gemeinsames Zuhause in der StädteRegion Aachen“. Die Kinder und Jugendlichen schilderten Ministerin Löhrmann ihre Erfahrungen. Sie alle sind zwischen 9 und 21 Jahre alt und kommen aus der StädteRegion Aachen. Viele von ihnen leben schon ihr ganzes Leben lang in Deutschland, einige sind erst vor kurzem hierhergekommen.

„Mir ist wichtig, mit den Kindern und Jugendlichen selbst in geschützter Atmosphäre darüber zu sprechen, wie sie das miteinander Lernen in ihrer Klasse, in ihrer Schule, in ihrer Stadt erleben. Ich möchte ihre verschiedenen Perspektiven kennenlernen. Die Bereitschaft und die Fähigkeit der Kinder und Jugendlichen aufeinander zuzugehen, hat mich sehr beeindruckt. Sie baut Brücken, hilft Schwierigkeiten im Alltag zu lösen und stärkt meine Hoffnung, dass hier eine Generation heranwächst, die gemeinsam unsere Demokratie in Zukunft gestalten wird“, sagt Sylvia Löhrmann.

„Integration und Identifikation der Jugendlichen mit der Region spielen eine große Rolle“, so Markus Terodde, Jugend- und Bildungsdezernent der StädteRegion Aachen. „Die Lernorte in unserer BildungsRegion müssen vernetzt werden, um die Bildungsangebote für alle nutzbar zu machen – für junge Leute, die schon immer oder auch erst seit kurzem bei uns leben.“

Bei der Perspektivwerkstatt gab es drei Gesprächsrunden zu verschiedenen Themenschwerpunkten: Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hermannstraße in Stolberg haben sich damit beschäftigt, wie das gemeinsame Lernen und Leben in der Schule gelingt. Ihr Beispiel dafür war die Pause. Außerdem haben sie ihre Wünsche für ihre Zukunft formuliert. In der zweiten Gesprächsrunde standen die gemeinsamen Wege von Jugendlichen, die schon lange in der StädteRegion Aachen leben und Jugendlichen, die hierher geflüchtet sind, im Mittelpunkt. Was erleben sie in der Schule? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Und was sind ihre nächsten Schritte? In der dritten und letzten Gesprächsrunde ging es um das Zusammenleben in der Nachbarschaft: Was macht meine Stadt, mein Viertel für mich besonders? Wo gibt es Orte der Begegnung und der Integration? In allen Bereichen kamen Probleme ebenso zur Sprache wie Lösungsansätze: Die Schülerinnen und Schüler berichteten, wo sie Vorurteilen begegnen und wie sie damit umgehen. Und wie sie selber Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft gestalten können. Die Ergebnisse des Dialogprozesses sind eine gute Basis für die weitere Arbeit der Koordinationsstelle Jugendpartizipation im Bildungsbüro der Städteregion Aachen.

Ministerin Löhrmann zog ein positives Fazit der Perspektivwerkstatt: „Der Austausch hat gezeigt, in welch hohem Maße Schule heute für die Kinder und Jugendlichen ein sozialer Lern- und Lebensraum geworden ist. Darum wollen sie auch, dass soziales Lernen in Schule stattfindet und gestärkt wird. Die Schüler haben grundsätzlich eine positive Haltung zu Integration gezeigt. ‚Integration ist dann gelungen, wenn nicht mehr darüber geredet werden reden muss‘, so eine beeindruckende Schüleräußerung. Das ist sehr ermutigend.“ Die Schulministerin wird den Dialog mit Kindern und Jugendlichen fortsetzen und Gespräche zu relevanten gesellschaftlichen Themen in anderen Bildungsregionen Nordrhein-Westfalens führen.

Hintergrund

Die Veranstaltung „So wachsen wir zusammen – unser gemeinsames Zuhause in der StädteRegion Aachen. Perspektivwerkstatt Integration“ war eine gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bildungsbüros und des Kommunalen Integrationszentrums der StädteRegion Aachen sowie des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Aachen. Sie wurde durchgeführt im Rahmen des Projekts „Das geht! Dialog zwischen Jugend und Politik“ in der StädteRegion Aachen und gefördert durch das EU-Programm „Erasmus+ Jugend in Aktion“.

 

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.


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