6 Parteien, 730 Schüler, unglaublich viele Fragen

Am Donnerstag, dem 14. September 2017, fand der „Markt der Politik“ im Berufskolleg Herzogenrath statt. Hier konnten über 730 Jugendliche sich zu den Bundestagswahlen informieren und mit Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis ins Gespräch kommen.

Als Erstwähler hat man vor der Wahl viele Fragen: Welche Partei will ich wählen? Wie kann ich eine fundierte Entscheidung treffen? Und wie funktioniert das überhaupt mit der Wahl? Antworten wollten wir gemeinsam mit dem Berufskolleg in Herzogenrath geben. Deswegen haben wir Politiker, die für die Bundestagswahl kandidieren, dazu eingeladen, mit Jugendlichen in den Dialog zu kommen. Das ließen sich Vertreter von CDU, SPD, FDP,  den Grünen, der Linken und der ÖDP nicht zweimal sagen: Sie wollten das Gespräch! Es gab keine vorbereiteten Fragenkataloge, keine Moderation – nur den persönlichen Dialog. Mit dabei waren mit ihren Teams: Helmuth Brandt (CDU), Claudia Moll (SPD), Alexander Tietz-Latza (Bündnis 90/Die Grünen), Frank Schniske (FDP), Gabriele Halili (Die Linke) und Kurt Rieder (ÖDP). Wir waren mit einem Informationsstand dabei. Hier bekamen die Schülerinnen und Schüler generelle Informationen zur Bundestagswahl, zum Beispiel, wie der Wahlzettel aussieht, was Erst- und Zweitstimme sind und warum es wichtig ist zu wählen.

Anfangs dauerte es etwas, bis die Jugendlichen sich trauten, zu den Ständen der Parteien zu gehen und Fragen zu stellen. Sobald die ersten aber loslegten, war es mit der Schüchternheit vorbei: Die Schülerinnen und Schüler wollten mit den Politikern reden und diskutieren, alleine oder in Gruppen. Manchmal waren sie einer Meinung mit den Politikern, manchmal aber auch nicht – wie es eben in einer Demokratie ist.

Einige waren schon vorher sicher, wen sie wählen würden, zum Beispiel die 19-jährige Diljot aus Herzogenrath: „Ich habe viele Fragen stellen können und habe viel darüber nachgedacht, wer meine Stimme bekommt. Trotzdem bin ich bei meiner Wahl geblieben.“ Andere haben durch Gespräche ihre Meinung geändert, wie zum Beispiel Michelle aus Herzogenrath. Auch wenn die Siebzehnjährige noch nicht wählen darf,  hat sie sich eine Meinung gebildet: „Ich dachte immer, ich sei für die Partei, die meine ganze Familie wählt. Durch die Infos, die ich bekommen habe, habe ich mein Kreuz heute woanders gemacht.“

Wählen konnten nämlich alle Jugendlichen bei einer Testwahl – egal ob sie schon 18 waren oder einen deutschen Pass haben oder nicht. Ihr Wahlergebnis sah so aus: Mit 26,7% der Erststimmen und 30,6% der Zweitstimmen lag die SPD bei den Jugendlichen vorne, dicht gefolgt von der CDU mit 25,2% der Erststimmen und 19,9% der Zweitstimmen. Es folgten FDP, die Grünen, ÖDP, die Linke, AfD und zuletzt die Piraten.

Am Ende war positives Feedback von allen Seiten zu hören – sowohl von den Jugendlichen als auch von den Parteien, die vor Ort waren.

Organisiert und gestaltet wurde die Veranstaltung vom Berufskolleg Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Jugendpartizipation im städteregionalen Bildungsbüro. Finanziell gefördert wurde sie durch das EU-Förderprogramm Erasmus + Jugend in Aktion.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.


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