, SV-Tag@home 2021
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SV-Tag@home 2021

9. städteregionaler Schüler_innenvertretungstag

Was ein besonderer SV-Tag!

Am 16. April war es endlich soweit: der erste digitale SV-Tag begann pünktlich um 8:30 Uhr als SV-Tag@home.

130 Schüler_innen  und Lehrer_innen verbrachten mit uns ihren Freitag digital. Neben uns gab es bei der Gesprächsrunde „SV-Arbeit und Lernen auf Distanz“ noch vier weitere Gäste. Städteregionsrat Dr. Grüttemeier, Frau Oberbürgermeisterin Keupen, Herrn Bürgermeister Sonders und das BSV-Mitglied Lara Braun schenkten uns 1 ½ Stunden ihrer wertvollen Zeit, um mit allen Anwesenden ins Gespräch rund um die zwei Themen „Homeschooling“ und „SV-Arbeit“  zu kommen. Vor allem Frau Oberbürgermeisterin Keupen war davon überrascht, dass das Homeschooling mit einer Durchschnittsnote von 2,2 sehr gut bewertet wurde.

Nach der Gesprächsrunde ging es für alle Schüler_innen und Lehrer_innen in Austauschforen um sich untereinander besser kennenzulernen. Diese sind so toll verlaufen, dass wir in naher Zukunft ein ähnliches Angebot erneut ermöglichen möchten.

In der anschließenden Workshopphase konnten sich alle Schüler_innen zu folgenden Themen weiterbilden: Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement und SV-Basics. Es freut uns, dass alle die Workshops toll fanden und viel Neues lernen konnten.

Der letzte, aber auch spannendste Tagesordnungspunkt wartete auf alle nach der Mittagspause. Dort wurde nämlich die Beste SV der StädteRegion Aachen 2021 gekürt.

Wir gratulieren noch einmal ganz herzlich der SV des Inda Gymnasiums, welche die „Beste SV 2021“ geworden ist!

Natürlich gratulieren wir auch dem zweiten und dritten Platz: dem Käthe Kollwitz Berufskolleg und dem Gymnasium der Stadt Baesweiler.

Den Sonderpreis für Solidarität erhielt dieses Jahr die Heinrich Heine Gesamtschule für ihr besonderes Engagement gegen die eigene Schulschließung!

Allen anderen Bewerben danken wir für die tollen Bewerbungen und drücken ganz fest die Daumen für das nächste Jahr!

Pünktlich um 14 Uhr wurden alle in ihr verdientes Wochenende entlassen.

Nach einem tollen ersten digitalen SV-Tag bleibt uns nicht mehr viel mehr zusagen, als ein großes Dankeschön für das zahlreiche Einschalten!

An dieser Stelle wollen wir uns auch nochmal für die Unterstützung der Kollegen*innen aus dem Bildungsbüro bedanken!

Alles in allem war es ein toller SV-Tag und wir hoffen, dass er euch/Ihnen genauso viel Spaß gemacht hat wie uns!

Unser Dank gilt ebenso allen Teilnehmern*innen für die guten Austauschgespräche und die produktive Mitarbeit in den Workshops!

Wir freuen uns im nächsten Jahr auf euch!

Bis dahin

Euer DasGeht!-Team

 

, Beste SV 2021 gesucht!
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IHR seid gesucht!

Ihr setzt euch für eure Mitschüler_innen ein und mit euren Lehrer_innen ausseinander? Ihr passt den Schulalltag an dessen Schüler_innen an und nicht die Schüler_innen an den Schulalltag?

Ihr vertretet die Interessen der Schüler_innenschaft, bringt dessen Ideen und Wünsche in die Gremien der Schule ein und übernehmt die Ausarbeitung von Schulprojekten?

Dann suchen wir EUCH!

Trotz der Umstände der aktuellen Corona-Pandemie zeichnet die Koordinationsstelle Jugendpartizipation des städteregionalen Bildungsbüros auch in diesem Jahr wieder die Beste SV 2021 aus! Für diese Auszeichnung können sich die Schülervertreter_innen noch bis zum 28. Februar 2021 digital, mit einer Print- und/oder Videodokumentation, einer Powerpointpräsentation oder ähnlichem bewerben.

Wir werden aus allen Bewerbungen kurze Ausschnitte zusammentragen und für euch, eure Schüler_schaft und die Nachwelt festhalten. Ebenfalls können so eure SV- Projekte, Ideen und Strukturen vorgestellt und an andere Schülervertretungen weitergegeben werden und ihr könnt voneinander profitieren.  Natürlich wird euer Beitrag nur mit aufgenommen, wenn dies in eurem Interesse ist!

Also sichert euch euren Beitrag im Video-Clip oder ergattert mit eurer SV einen Platz auf dem Treppchen. Auf die drei bestplatzierten Schülervertretungen warten Geldpreise (1.Platz: 300 €, 2.Platz: 200 €, 3.Platz: 100 €).

Schickt Eure Bewerbungen per Post oder an folgende Emailadresse: jugendpartizipation@staedteregion-aachen.de 

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen! Bleibt Gesund!

Hinweis: Die Bekanntgabe der Gewinner findet am städteregionalen Schülervertretungstag (SV-Tag) 2021 statt.

Wie ihr euch bestimmt bereits denken könnt, kann der SV-Tag nicht wie üblich ablaufen, aus diesem Grund wird der SV-Tag unter dem Motto SV-Tag@Home digital stattfinden. Weitere Informationen werden zeitnah folgen!

 

, Jahresrückblick 2020
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Alle Jahre wieder…

Ist ein Jahr vorbei und ein Jahreswechsel steht an. Der Jahreswechsel bedeutet für uns, dass die Hälfte unseres FSJs schon vorüber ist. Trotz der Corona-Pandemie und den vielen Einschränkungen, die ganz Deutschland dieses Jahr erlebt, können wir stolz zurückblicken und sagen, dass wir doch sehr viel erlebt haben.

Aber nun zurück zum Anfang des Jahres 2020 wo unsere Vorgängerinnen Melissa und Diana viel Tolles erlebt haben. Das Jahr hat mit drei neuen Projekten angefangen. Im Januar ging JUST 2.0 endlich an den Start und in Simmerath fand das erste Jugendforum mit guter Resonanz statt. Im März folgte die erste Jugendkonferenz in Eilendorf. Leider mussten Folgeveranstaltungen und das erste Jugendforum in Monschau aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Wir hoffen, dass wir im Sommer 2021 noch einmal an allen drei Orten einen tollen Start versuchen können.

Trotz allem wurde dieses Jahr die Beste SV 2020 gekürt. Zwar musste der da zugehörige SV-Tag ausfallen, aber die drei besten SVen haben trotzdem ihr Preisgeld erhalten.

Platz 1 Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf

Platz 2 Städisches Gymnasium Eschweiler

Platz 3 Maria-Montessori-Gesamtschule in Aachen

Wir gratulieren nochmals den drei Schulen und bedanken uns bei allen Teilnehmenden aus dem letzten Jahr! Schon bald ist der Startschuss für die Beste SV 2021. Bleibt gespannt und macht mit!

Dann wurde es still, denn im ganzen Land fand der ersten Lockdown statt. Wir sowie unsere Vorgängerinnen wurden deshalb auf Instagram sehr aktiv und ließen viele Thementage sowie die erste digitale Themenwoche stattfinden. Für das tolle Feedback sowie die gute Teilhabe möchten wir uns bei Euch bedanken.

Das größte Projekt fand zu den Kommunalwahlen statt. Unser erster Livestream war ein riesen Erfolg! Mit allen nicht mehr zur Wahl stehenden Bürgermeistern der StädteRegion haben wir Euch das Amt des Bürgermeisters näher gebracht. Zusätzlich haben wir von allen Kandidatenvideos und Steckbriefe zur Vorstellung online gestellt.

 

Wir hoffen, dass Ihr genauso wie wir fünf, trotz der Corona-Pandemie viel Spaß im Jahr 2020 hatte. Wir wünschen Euch schöne Festtage und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr 2021!

Bleibt gesund, haltet zusammen, haltet Abstand!
Euer DasGeht! – Team 

 

, Internationaler Tag der Menschenrechte
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Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
Das Dokument war eine direkte Reaktion auf die Ereignisse des drei Jahre zuvor beendeten zweiten Weltkrieges.
Gemeinsam wollte und sollte die Weltgemeinschaft sich dazu verpflichten, dass es nie wieder zu solch grauenvollen Verbrechen kommt.
„ Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten und Würde geboren“, lautet der erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das Dokument definiert die Rechte, die jedem Menschen, unabhängig von Faktoren wie Herkunft, Geschlecht oder Religion, zustehen sollten. Nicht nur die weltweite Umsetzung der Menschenrechte durch den Staat und andere Akteure, sondern auch die Universalität, also die allgemeine Gültigkeit dieser 30 festgeschriebenen Rechte, wird immer wieder diskutiert.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat keinen völkerrechtlich bindenden Status. Sie ist jedoch bis heute die zentrale Grundlage moderner Menschenrechtsgesetzgebung und prägt das Selbstverständnis der UN. 1966 wurden mit dem UN-Zivilpakt (Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte) und dem UN-Sozialpakt (Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte) erstmals völkerrechtlich verbindliche Menschenrechtsabkommen auf globaler Ebene geschlossen. In den beiden Pakten ist ein Großteil der Allgemeinen Menschenrechte von 1948 rechtlich verbrieft.

, Internationale Tag des Ehrenamtes
Kategorien: StädteRegion Aachen

Am 05. Dezember findet jedes Jahr der internationale Tag des Ehrenamtes statt. Das Ziel des Tages ist die Anerkennung und Förderung ehrenamtliches Engagements.

Der Tag findet jährlich seit 1986 statt und wurde 1985 von den Vereinten Nationen (UN) beschlossen.

 

Zuvor feierte Deutschland alleine am 02. Dezember jeden Jahres den Tag des Ehrenamtes.

Mittlerweile wird in Deutschland am internationalen Tag des Ehrenamtes der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschlands an besonderes engagierte Personen vergeben.

Das Ehrenamt wird an diesem Tag gefeiert, da es eine große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Funktionieren des Gemeinwesens darstellt.

 

In Deutschland engagieren sich circa 31 Millionen Menschen freiwillig. Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte 2019 Freiwillige und sagte „(Sie) setzen ihre Freizeit dafür ein, für andere da zu sein. Ob in der Freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein, ob kranken oder älteren Menschen geholfen wird: Es gibt ein fast unendliches Spektrum von ehrenamtlicher Tätigkeit und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, einfach Danke zu sagen für alle, die sich für unsere Gesellschaft einsetzen. Denn indem jemand Verantwortung für andere übernimmt, trägt er zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei.“

 

Und so möchten auch wir die Gelegenheit dieses besonderen Tages nutzen und uns bei allen Menschen bedanken, die ein Ehrenamt ausführen.

Bleibt gesund! Haltet zusammen, haltet Abstand!

Euer DasGeht! – Team

, Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
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Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen stärken.
Ende 2017 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamts 7,8 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland, also fast ein Zehntel (9,4 Prozent) der Gesamtbevölkerung. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 anerkannt haben. Die meisten von ihnen haben körperliche Beeinträchtigungen, mehr als die Hälfte der Betroffenen waren 65 Jahre oder älter.
Der 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufene internationale Tag der Menschen mit Behinderung soll weltweit das Bewusstsein für ihre Belange schärfen und den Einsatz für ihre Würde und Rechte fördern. In Deutschland setzen sich verschiedene Institutionen und Verbände seit Jahren für mehr Teilhabe und Inklusion ein, beispielsweise der Deutsche Behindertenrat, Aktion Mensch, Sozialhelden, der Sozialverband VdK oder der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. In den Verbänden sind auch viele Betroffene integriert.
Mit der Verabschiedung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen läuteten die Vereinten Nationen 2006 einen Paradigmenwechsel ein: Statt Behinderung als medizinisches Defizit zu betrachten, basiert das Abkommen auf einem weiten Verständnis von Behinderung als Ergebnis des Zusammenspiels individueller Beeinträchtigungen mit gesellschaftlichen Barrieren, welche die Wahrnehmung gleicher Rechte behindern.
Seitdem die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, sind Fortschritte beim Abbau der Barrieren zu verzeichnen. Jedoch gibt es immer noch einige gesellschaftliche Bereiche, in denen eine Chancengleichheit und eine Barrierefreiheit noch nicht sicher gestellt sind.

, Welt-AIDS-Tag
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Jedes Jahr findet am 01. Dezember der Welt-AIDS-Tag statt. Zum ersten Mal wurde er 1988 injiziert. Der Tag soll die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit bekräftigen. Zusätzlich wird zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung aufgerufen. Außerdem erinnert dieser Tag an die Menschen, welche an den Folgen von HIV und AIDS gestorben sind.

Was genau ist HIV?  HIV ist ein Virus und wird vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen. Allerdings kann das HIV-Virus auch über eine Spritze während des Drogenkonsums übertragen werden.

Welche Auswirkungen hat das HIV-Virus?  Ohne Behandlung schädigt HIV die Abwehrkräfte des Körpers. Nach einigen Jahren tritt dann meist das Krankheitsbild AIDS auf, welches meist tödlich endet. HIV ist mittlerweile gut behandelbar. Die Behandlung verhindert dabei die Vermehrung der Viren. Eine Heilung des HIV-Virus ist zurzeit nicht möglich.

Wie viele sind betroffen?  Weltweit leben ca. 38 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus. Am stärksten betroffen ist das südliche Afrika. In Deutschland sind ca. 88.000 Menschen betroffen. Die Tendenz der Neuinfektionen in Deutschland ist seit 2018 sinkend. Allerdings haben weltweit nur ca. 67% der Betroffenen einen Zugang zu Medikamenten. 2018 beispielsweise starben weltweit 690.000 Menschen an der Folgekrankheit AIDS.

Was kann vor HIV schützen?  Beim Geschlechtsverkehr schützen Kondome. Falls man schon HIV infiziert ist, kann man eine HIV-Therapie nutzen. Diese Therapie verhindert eine Übertragung beim Geschlechtsverkehr und auch eine Übertragung von der Mutter auf das Kind bei der Geburt.

Für mehr Informationen über das HIV-Virus schaue hier vorbei.

, Tag der Toleranz
Kategorien: StädteRegion Aachen

Tag der Toleranz

Heute ist der 25. internationale Tag der Toleranz.                                                                                                              Dieser  Tag fand 1995 zum ersten Mal statt und legt die Grundsteine für eine tolerantere Welt. An diesem Tag unterschrieben 185 Mitgliedsstaaten der UNESCO die Prinzipien einer toleranten Welt.

Die UNESCO definiert dabei Toleranz als „eine Tugend, die den Frieden ermöglicht“. Zusätzlich sollen die Toleranzprinzipien, welche „den Kult des Krieges durch eine Kultur des Friedens überwinden“, umgesetzt werden.  Die Intoleranz, welche meist auf Unwissenheit und/oder Angst baut, soll dabei vermindert werden.

Worum geht es bei diesem Tag?                                                                                                                                              Wie schon erwähnt, ist Toleranz eine der wichtigsten Stützen eines friedlichen und sozialen Zusammenlebens. Denn nur wenn alle Mitglieder einer Gesellschaft wissen, dass sie so wie sie sind toleriert werden, hat jedes Mitglied die Möglichkeit sich frei zu entfalten.                                                                                                                                                            Der Tag soll an einen toleranten Umgang miteinander im persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereich erinnern.  Damit die Welt eine tolerantere Welt wird, muss sich die Politik, Justiz und Gesellschaft zusammenschließen und Grundlagen für Folgegenerationen legen. Die UNESCO betrachtet dabei ihre Toleranzprinzipien als die benötigten Grundlagen.

Was sollte an diesem Tag passieren?
Am internationalen Tag der Toleranz sollte jeder Mensch sein eigenes Verhalten hinterfragen und überlegen in welchen Bereichen und Situationen er selbst toleranter werden kann bzw. muss.  Vielleicht traut man sich mit weniger Vorurteilen andere Menschen zu begegnen und mehr auf sie zu zugehen.

 

 

, Der Tag gegen Antisemitismus
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Tag gegen Antisemitismus

Heute vor 82 Jahren fand die Reichspogromnacht statt. Die Nazis setzten Synagogen, jüdische Einkaufsläden oder Wohnhäuser etc. in Flammen. Die Pogrome fanden im gesamten Deutschen Reich statt, außerdem brannten Synagogen in Österreich und in der Tschechoslowakei. Der 09. November stellt den Auftakt für einen der größten Völkermorde der Geschichte dar.

Aber nicht nur in der NS-Zeit war Antisemitismus in Deutschland verbreitet, sondern seine Anfänge liegen schon im Mittelalter. Nicht jedem ist bekannt, dass Antisemitismus auch heute noch in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist.

Der Begriff Antisemitismus entstand im späten 18. Jahrhundert. Wichtig dabei ist, dass die negativ Konjunktion erst um 1880 entstand. Zuvor stand das Wort „Semit“ für die Menschen und die Kultur die mit der Weltreligion des Judentums verbunden waren. Erst als die Rassenlehre im deutschen Reich entstand, bekam das Wort den Zusatz „Anti“. Das Wort „Antisemit“ bezog sich nur auf die jüdische Bevölkerung. Der moderne Antisemitismus teilt sich in folgende Facetten auf: der klassische Antisemitismus, transformierte Antisemitismus, Israelkritik und der separationistische Antisemitismus.

Was ist eigentlich Antisemitismus? Nach Polak ist „Antisemitismus keine Feindseligkeit gegen Juden, wie sie real existieren, sondern gegen das Bild von Juden, wie es über Jahrhunderte durch antisemitische Ideologien konstruiert wurde“. Dies heißt, dass auch der heutige Antisemitismus auf einem tradierten, konstruierten Bild über „die Juden“ basiert. So werden alle Juden als homogene, gleiche Gruppe gesehen und ihnen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. In dieser Denkweise nimmt „der Jude“ oder das Judentum die Rolle des Sündenbocks ein. Somit wird er beispielsweise für Wirtschaft- oder Finanzkrisen verantwortlich gemacht.

Im klassischen Antisemitismus wird behauptet, dass Juden zu viel Einfluss haben und ihnen unterstellt, sie seien durch ihr Verhalten an ihrer Verfolgung mitschuldig.

Es gibt aber auch Antisemitismus, welcher dem „Zeitgeist“ angepasst ist. Oftmals wird dieser auch als Transformierter Antisemitismus bezeichnet. Der Vorwurf, dass Juden aus der Vergangenheit Vorteile ziehen und sich dadurch profilieren ist dabei zentral. Zusätzlich fordern Anhänger einen radikalen Schlussstrich unter die Vergangenheit bzw. ein Ende der Erinnerungskultur.

Auch Israelkritik, kann eine Facette des modernen Antisemitismus sein. Hier wird Kritik an dem Statt Israel mit alten antisemitischen Stereotypen verbunden. Dabei dient die Kritik an Israel, aber auch als Legitimation für die antisemitische Denkweise.

Egal um welche Art von Antisemitismus es sich handelt, Antisemitismus ist eine grundlegende Haltung zur Welt. Antisemitismus existiert auch nach 1945 und sogar bis heute in Deutschland.

Es ist wichtig, dass man egal bei welcher Form von Antisemitismus nicht wegschaut. Der Holocaust ist ein mahnendes Beispiel für die gesamte Welt. Falls Du etwas gegen Antisemitismus und Rassismus tun möchtest, schau ins Handlungskonzept gegen Rassismus.

, US-Wahlen
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US-Wahlen

Bildquelle: Adobe Stock

Wie kann es sein, dass Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden konnte, obwohl die Mehrheit der Amerikaner_innen für Hilary Clinton gestimmt hat?
Und was bedeutet das für die morgige Präsidentschaftswahl?

Das US-Wahlsystem wirkt kompliziert – und das ist es auch. Dennoch wollen wir versuchen euch in diesem Blogbeitrag, das amerikanische Wahlsystem zu erklären.

Die Vorwahlen

Bevor die eigentlichen Präsidentschaftswahlen stattfinden, bewerben sich parteiintern, sowohl bei den Demokraten, als auch bei den Republikanern einzelne Kandidat_innen um die Präsidentschaftskandidatur.
In dieser ersten Phase des amerikanischen Wahlkampfes schärfen die Parteien ihr Profil stellen ihre_n Präsidentschaftskandidat_in auf.
Die Besonderheit bei der Kandidat_innenaufstellung ist, dass die Amerikanerinnen und Amerikaner selbst wählen können, wen die Parteien als ihren Präsidentschaftskandidat_innen aufstellen sollen. Allerdings kann jeder Bundesstaat diese Wahlen selbst organisieren.

Neben den regionalen Unterschieden der Wahlberechtigungen ist auch der Wahltag in jedem Staat ein anderer. Einige Staaten haben sich allerdings zusammengeschlossen und lassen die Primarys/Caucuses an dem sogenannten „Super Tuesday“, einem Dienstag im März stattfinden. Anhand der Ergebnisse der Abstimmungen des „Super Tuesdays“ stellen sich meist schon die favorisierten Kandidat_innen  heraus.

Zudem ist zu bemerken, dass bei den Vorwahlen nicht die einzelnen Kandidaten selbst gewählt werden, sondern lediglich Delegierte für den Parteitag, welche die einzelne Kandidat_innen unterstützen.

Norminierungsphase

Um Präsidentschaftskandidat_in einer Partei zu werden bedarf es mindestens die Hälfte aller Stimmen des Parteitages. Da sich allerdings in der Regel mehr als nur zwei Kandidat_innen zur Wahl stellen, wird dieses Ergebnis meist  nicht bei dem ersten Norminierungsparteitag erzielt.
Im Anschluss wird parteiintern, begleitet von öffentlichen Debatten über die Präsidentschaftskandidatur verhandelt und die Kandidat_innen mit der niedrigsten Erfolgsaussichten treten nach und nach zurück.
Die Wahlen auf den  Parteitagen werden so oft wiederholt, bis ein Kandidat die nötige Unterstützung erhält. Nach dem ersten Parteitag sind die Delegierten nicht mehr dazu verpflichtet, für den Kandidaten zu stimmen, den sie ursprünglich unterstützt haben.

Der Hauptwahlkampf

Nachdem die Präsidentschaftskandidat_innen nominiert wurden beginnt der Wahlkampfendspurt – das Duell zwischen Republikanern und Demokraten. Ob TV-Wahlkampf, Haustürwahlkampf, große Veranstaltungen in Arenen oder Social Media Kampagnen – jeder Kandidat versucht die unterschiedlichsten Wählergruppen für sich zu gewinnen. Für den Haustürwahlkampf finden sogar parteiinterne Schulungen statt, um die Parteimitglieder bestmöglich auszubilden.
In keinem anderen Land wird so viel Geld für den Wahlkampf ausgegeben, wie in den USA.
Besonders viel Geld und Mühe wird im Wahlkampf in die sogenannten „Swing States“ investiert, in denen es keine klare demokratische oder republikanische Mehrheit gibt.

Die finale Präsidentschaftswahl

Wie bei den Vorwahlen auch, organisiert jeder Bundesstaat die Präsidentschaftswahl selber. Um wählen zu können, muss man sich vorher registrieren lassen, da es in den USA kein allgemeines Einwohnermeldeamt gibt, wie in Deutschland. Die Bedingungen für die Wählerregistrierung unterscheiden sich ebenfalls von Staat zu Staat.
Abgesehen davon unterscheiden sich auch die Wahlmöglichkeiten in jedem Bundesstaat. In Oregon beispielsweise ist nur Briefwahl möglich. In anderen Staaten wiederrum ist gar keine Briefwahl möglich. North Carolina ist der einzige Staat, in dem man wie in Deutschland mit seinem Personalausweis zur Urne gehen kann.

Zudem wird nicht der Präsident gewählt, sondern Wahlfrauen und Wahlmänner für das Repräsentantenhaus, diese unterstützen den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten. Bei der Wahl der Wahlfrauen und –männer gilt das Prinzip „winner takes all“.
Insgesamt sitzen 538 Abgeordnete im Repräsentantenhaus. Diese werden in den jeweiligen Bundesstaaten gewählt. Jeder Bundesstaat wählt entsprechend der Einwohnerzahl unterschiedlich viele Wahlmänner und –frauen. Wenn in einem Bundesstaat, wie Winsconsen, wie bei der letzten Wahl 47,2% republikanisch und 46,5% demokratisch wählen, gehen alle 10 Wahlfrauen und –männer an die Republikaner. Die demokratischen Stimmen verfallen sozusagen und spiegeln sich nicht in der Sitzverteilung des Repräsentantenhauses wieder.
Dies ist der Grund, weshalb die „Swing States“ so entscheidend sind und Donald Trump 2016 Präsident der Vereinigten Staaten werden konnte, obwohl er mit 63 Millionen totalen Stimmen weniger Wähler_innen hatte, als Hillary Clinton mit 66 Millionen totalen Wählerstimmen.

StädteRegion Aachen

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.


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