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Dialogveranstaltung zur Bundestagswahl

„Das geht! Dialog zwischen Jugend und Politik“ findet zum zweiten Mal in den Kurpark-Terrassen statt. Diesmal zur Bundestagswahl.

Es war der 12. September. Die Bundestagswahl rückte immer näher. Der Wahlkampf war in vollem Gange. Für viele Jugendliche war die Menge an Plakaten, Slogans und Wahlversprechen aber eher verwirrend als hilfreich.

Was soll ich wählen? Welche Partei entspricht meinen Forderungen und Wünschen? Wen wähle ich eigentlich genau? Was ist der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme? – Das sind Fragen, mit denen sich viele junge Menschen in ganz Deutschland in den Wochen vor der Wahl auseinandersetzten.

Aus diesem Grund haben wir an diesem 12. September für die Jugendlichen der StädteRegion Aachen eine Dialogveranstaltung am Beispiel der Veranstaltungen zur Landtagswahl organisiert. Hier konnten sich die knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Beteiligungsmöglichkeiten in der StädteRegion, die Direktkandidaten des Wahlkreises Aachen I und die verschiedenen Parteien informieren. Dabei waren neben den Erstwählern auch alle interessierten Jugendlichen unter 18 Jahren eingeladen, um sich ein Bild der politischen Landschaft zu machen.

Die Veranstaltung war in drei Teile gegliedert. Sie begann mit einem Markt der Möglichkeiten, bei dem die Jugendorganisationen der Parteien und weitere demokratische Institutionen mit Informationsständen anwesend waren. Nachdem sich der Glassaal der Kurpark-Terrassen um kurz nach zehn Uhr mit den Jugendlichen gefüllt hatte, kam es zu regen Diskussionen mit den Marktausstellern, untereinander und auch mit den Direktkandidaten, die nach und nach eintrafen.

Nach einer Stunde ging es im Saal Burtscheid zunächst mit einem Input-Vortrag über Demokratie von Christoph Schlagenhof, dem Vorsitzenden des Landesverbandes NRW der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, weiter. Er stellte zur verbreiteten These, die Jugend sei politikverdrossen, die Gegenthese „Politik ist jugendverdrossen“ auf und appellierte an die Politik, die Jugendlichen ernst zu nehmen und auf ihr Verständnis von Beteiligung und Demokratie einzugehen.

Anschließend begann die Arena. Zum ersten Mal im Vorfeld der Wahl trafen alle Direktkandidaten aus Aachen Stadt aufeinander. Mit dabei waren Rudolf Henke (CDU), Ulla Schmidt (SPD), Katrin Feldmann (Grüne), Andrej Hunko (Die Linke), Dr. Cliff Gatzweiler (FDP), Markus Mohr (AfD), Matthias Achilles (Piraten) und Nico Riedemann (ÖDP), die sich im Duell-Verfahren, eins gegen eins, erst unseren und dann den Fragen des Publikums gestellt haben. Die Fragen kamen aus vielen verschiedenen Themengebieten, wie Bildung, Umwelt, Integration, Sicherheit, aber auch Steuerpolitik. Das zeigt, dass sich junge Menschen sehr wohl für politische Themen interessieren und ihnen nicht, wie manchmal behauptet, alles egal ist.

Am Ende der Debatte wurde noch das Ergebnis, der während des Markts der Möglichkeiten durchgeführten Wahl bekanntgegeben. Die SPD gewann dabei deutlich mit 34,2 % (33,1 % Erststimmen), gefolgt von CDU mit 19,7 % (20,1 %) und den Grünen mit 16,4 % (16,2 %). Dahinter kamen noch FDP, die Linke, AfD, Piraten und ÖDP.

Nach der Veranstaltung kam viel gutes Feedback, sowohl von den Jugendlichen, als auch von den Marktausstellern und den Politikern. Das gab uns noch mehr Zuversicht und Motivation hinsichtlich des Markts der Politik in Herzogenrath zwei Tage darauf.

StädteRegion Aachen

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.


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