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Das geht!…Bundesweit

Der Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hält Geschäfte mit Sterbehilfe für „überaus verwerflich“, und will deshalb das Gesetz neu regeln. Seiner Meinung nach sollte Geldverdienen durch Sterbehilfe unter Strafe stehen.

Wer mit den Ängsten der Menschen vor dem Sterben ein Geschäft machen will und sich für Sterbehilfe bezahlen lässt, handelt „überaus verwerflich“, sagte Gröhe der Rheinischen Post.
Bisher ist aktive Sterbehilfe – also Tötung auf Verlangen – verboten, Beihilfe zum Suizid dagegen nicht. Wer einem Todkranken zum Beispiel Gift besorgt, macht sich also nicht strafbar. Dies ist erst der Fall, wenn er es dem Betroffenen aktiv einflößt.

Gleichzeitig wird nun in Belgien diskutiert, ob es nun ein Recht der Sterbehilfe für Kinder geben soll. Dieses Gesetz könnte erstmals im Frühjahr in Brüssel verabschiedet werden. Bisher lag die Altersgrenze für Sterbehilfe bei 18 Jahren. Wirklich profitieren könnten von diesem neuen Gesetz 15-17 Jährige, allerdings sind in einem solchen Fall trotzdem ein psychologisches Gutachten und die Einwilligung der Eltern nötig. Abgesehen davon müsste die Entscheidung in vollkommener Zurechnungsfähigkeit des Kindes getroffen werden.

Den Befürwortern dieses Gesetzes, neben der N-VA die sozialdemokratischen, liberalen und grünen Parteien – stehen Christdemokraten und Humanisten entgegen. Vertreter aller christlichen Kirchen, jüdischer und muslimischer Organisationen verfassten vor der jüngsten Abstimmung eine gemeinsame Erklärung. Dort drückten sie ihre „große Besorgnis“ angesichts „zunehmender Banalisierung einer so schwerwiegenden Angelegenheit“ aus.

Sterbehilfe für Minderjährige lehnen sie als „Überbelastung ihres Urteilsvermögens und auch ihrer Freiheit“ ab.
Ganz anders äußerten sich Anfang November 16 belgische Kinderärzte, darunter auch Vertreter katholischer Kliniken, in einem offenen Brief an den belgischen Senat: Jeder Entschluss zur Sterbehilfe sei „eine Tat der Menschlichkeit“. Diese werde nur als letzter Ausweg in „Situationen unerträglichen Leidens“, nach eingehender Prüfung aller Alternativen und „niemals unsorgfältig“ genommen. „Warum“, so die Schlussfolgerung, „soll man Minderjährigen diese letzte Möglichkeit vorenthalten?“
Was denkt ihr über das Thema Sterbehilfe? Lasst uns eure Meinung da! (:

http://www.zeit.de/politik/2014-01/gesundheitsminister-groehe-will-geschaeft-mit-sterb
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-12/sterbehilfe-kinder-belgienehilfe-bestrafen

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder und sie übernehmen dafür keine Haftung.


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